Unsere Reisen nach Italien (ab 2026) 

Hallo zusammen, 

1986 hat Ruth  in Assisi Leute aus Ciciliano, einem kleinen Dorf in der Nähe von Rom, kennengelernt. Daraus ist eine bis heute andauernde , enge Freundschaft geworden. 

Seit nun über 20 Jahren fahren wir zusammen, meist im Oldtimer, nach und durch Italien. 

Letztes Jahr habe ich einen Blog über unsere große Reise rund um Italien im alten Fiat 500 geschrieben.

Die Reaktionen waren so positiv, dass ich mich entschieden habe, es dieses Jahr noch mal anzugehen.

Lasst euch überraschen..... 

 

2026 werden wir im 36 Jahre alten Volvo nach Italien fahren

Unsere erste Etappe wird nach München gehen, wo wir den Abend mit Freunden verbringen werden.  

01.07.-02-07 26 

Siamo arrivati in Italia....

Gestern  sind wir ganz unspektakulär und langweilig ca 650 km über die Autobahn nach München gefahren. 

Es war anstrengend, aber der sehr unterhaltsame Abend bei Uli und Ulli mit Spaziergang um den Riemer See und  einem sehr leckeren Abendessen hat uns für die ermüdende Fahrt mehr als entschädigt. 

Heute stand dann die zweite Etappe an. 

Die war dann schon was die Fahrt betrifft deutlich spektakulärer. 

Wir sind von München über Garmisch , den Fern- und Reschenpass nach Sulden am Stilfser Joch gefahren. Die Abfahrt nach Sulden lag ca 20 km vor der Passhöhe, sodass wir noch mal eben den 40 km langen Umweg auf die Passhöhe gefahren sind. 

Der Umweg hat sich absolut gelohnt. Auf dem Rückweg ist dann auch noch vor uns ein Murmeltier über die Straße gelaufen. Leider war es schneller, als wir die Kamera rausholen konnten. 

Der Volvo hat alles brav mitgemacht. Weder die Bremsen haben geschwächelt, wie das sowohl bei den 500er Fiat als auch beim 1800er BMW der Fall war, noch hat sich die Motortemperatur in irgendeiner Weise beeindruckt gezeigt. 

Der Verbrauch lag auf der Autobahn bei 9,1 L/100 km und auf der Landstrasse bei 7,5 l /100km .

In Österreich haben wir dann noch für urlaubskassenfreundlliche 1,69 € vollgetankt. 

Morgen gehts nach Ferrara. Die unterschiedlichen Navis haben 2 verschiedene Routen vorgeschlagen, eine davon wieder übers Stilfser Joch und Bormio. Ich glaube, die werde ich bevorzugen. Mal sehen, was morgen für ein Wetter ist. Gestern hat es oben noch geschneit. 

03.07.2026 Sulden - Ferrara 

Hallo zusammen, 

heute stand eine erwartungsgemäß anstrengende Etappe an. 

Wir haben uns letztlich doch entschieden, die schnellere Strecke zu fahren, also Landstraße von Sulden nach Meran und dann über  Bozen   bis Ferrara über die Autobahn. 

Die ersten Kilometer waren schön, dann nahm der Verkehr massiv zu und die Temperaturen stiegen unaufhörlich. 

Nach den ersten ca 25 km sind wir fast nur noch Schlange  gefahren, incl ein paar kleinerer Staus auf der Autobahn. Das ganze mit unzähligen LKW auf  und Temperaturen außen bis ca 33° und innen bis ca 42° . 

Ab und an habe ich mich dabei ertappt drüber nachzudenken, ob eine Klimaanlage vielleicht doch ein nicht ganz so überflüssiges Extra im Auto ist.... Ist das eine Alterserscheinung ? 

Bitte nicht auf diese Frage antworten ! 

Nach ca 4,5 Stunden sind wir in Ferrara angekommen. Wir haben ein sehr schönes Quartier und sitzen hier bei inzwischen nur noch 29° im Garten. Ferrara ist eine schöne Stadt, aber irgendwie nicht so lebendig. Vielleicht lliegts am Wetter. 

Nachdem der Volvo bis dahin alles mit stoischer Ruhe ertragen hat, fing zum einen auf den letzten  Kilometern das Glas im rechten Außenspiegel an bedenklich zu wackeln und zum anderen ging nach dem Starten auf dem Parkplatz , auf dem wir das Auto entladen haben, bis zum Parkhaus die Motorkontrollleuchte nicht mehr aus. Ich hoffe mal, er hatte auch einfach nur keine Lust mehr. Mal sehen, was er morgen macht. 

Morgen gehts weiter über Florenz nach Siena. Das sind insgesamt nur etwas über 200 km , sollte also problemlos zu schaffen sein. 

Bilder gibt es wie immer in der Fotogalerie, diesmal allerdings nur ein paar Eindrücke von Ferrara. 

04.07.26 Ferrara-Florenz-Siena

Heute sind wir von Ferrara bis Bologna über die  Autobahn gefahen  und dann auf die Landstraße abgebogen, auch weil auf der Autobahn ein Stau mit 41 Minuten Verzögerung angezeigt war.

Die Strecke durch die südliche Emiglia Romagna und die nördliche Toscana war sehr schön, nicht nur zum gucken sondern auch zu fahren. 

In Florenz haben wir eine Pause gemacht und Francesca und William, die jüngere Tochter unserer Freunde aus Ciciliano und ihren Freund besucht. 

Florenz ist schön aber mir ist es zu überlaufen. 

Egal, Francesca und William zu treffen war ja auch das Ziel des Stopps und das hat sich gelohnt. Wir haben einen sehr schönen Nachmittag mit Francesca gehabt und bei William, der leider arbeiten musste, ein sehr leckeres Eis gegessen. 

Von dort sind wir über kleine Landstraßen durch das Chianti Gebiet nach Siena gefahren, wo wir wie immer in den letzten mindesten 20 Jahren, wenn wir in der Gegend sind, bei Gianni im Podere il Pero Station machen.

Hier sitze ich jetzt im Garten und hoffe, dass die W-Lan Verbindung reicht, um gleich auch noch Fotos hochzuladen. Wenn nicht, kommen die später aus unserem Appartement. 

Morgen machen wir einen bzw wahrscheinlich 2 Spaziergänge durch Siena. 2, weil Ruth und ich unterschiedliche Vorlieben für die Stadt haben und wir deshalb wahrscheinlich nach der Ankunft im historischen Zentrum unterschiedliche Wege einschlagen. 

Zum Schluss noch ein paar Anmerkungen für die Technik- oder Volvoaffinen:

Die Motorkontrollleuchte ist nach dem Tanken in Bologna nicht mehr angegangen. Scheint sich also alles beruhigt zu haben. 

Der Volvo ist wieder sauber gelaufen, der Verbrauch ist normal , Öl braucht er nicht , also alles im grünen Bereich. 

Morgen darf er sich ein bisschen ausruhen, übermorgen gehts weiter nach Ciciliano. 

05.07. Siena

Heute war Siena dran. 

Wo soll ich anfangen und wo soll ich aufhören. Das gilt für den Text und insbesondere für die Fotos. 

Wie ich im Zusammenhang mit Florenz schon erwähnt habe, mag ich überlaufene Städte nicht. Siena ist überlaufen. Ich mag die Stadt trotzdem, ebenso wie Palermo. 

Woran es liegt, kann ich gar nicht mal so genau sagen. Vieleicht sind es die vielen schönen Begegnungen in den letzten ca 20 Jahren, vor allem mit Gianni und seiner Familie, in deren B&B wir immer wohnen. ( Podere il Pero, falls jemand mal ein schönes Quartier etwas außerhalb des historischen Zentrums sucht.) 

Wir verbringen unsere Tage in Siena immer zumindest teilweise getrennt. Ruth war heute im Dom und anderen Sehenswürdigkeiten, während ich meist einfach in den ruhigeren Ecken Sienas spazieren gehe. Heute war ich allerdings noch mal auf dem Aussichtspunkt neben dem Dom, von wo aus man einen grandiosen Blick über die Stadt hat. 

Ein weiterer sehr schöner Aussichtspunkt ist der Garten einer Kirche, deren Namen ich mir nicht merken kann ( muss was mit meiner Einstellung zur Kirche zu tun haben....) . Falls jemand eine Wegbeschreibung haben möchte, kann ich das sicherlich finden. 

Gegessen haben wir wie anlässlich der letzten Besuche in Siena auch im Zest. Nicht nur, dass das Essen dort einfach klasse ist, man hat auch, wenn man einen passenden Tisch bekommt, einen wunderbaren Blick auf den Dom im Abendlicht. 

In Siena ist um diese Zeit immer der Pallio. Auch heute war ein großer Auflauf auf der Piazza del Campo. Es war faszinierend zu sehen, wie die Sienienser ihre Stadt und ihre Contraden feiern. 

Ein bisschen Motorkram gibt es heute auch zu sehen. Als ich vor dem Dom gesessen und auf Ruth gewartet habe, fuhr ein Ferrari über den Domplatz. Eine wunderschöne alte Moto Guzzi und ein paar Vespen gab es auch zu sehen.

Gestern habe ich vergessen zu erwähnen, dass in Fiesole, einem oberhalb von Florenz gelegenen Stadtteil, ein 745er Volvo mit neapolitanischem Kennzeichen an uns vorbei gefahren ist. Leider hatte ich gerade die Kamera ins Auto gelegt und das Handy auch nicht griffbereit, sodass ich kein Bild bieten kann. 

Wie bereits angekündigt geht es morgen über eine sehr schöne Strecke durch die südliche Toscana weeiter nach Ciciliano. 

Geplant ist eine Pause in Bagno Vignoni oder St Quirico d´ Orcia, wo wir uns mit Freunden aus Nürnberg treffen. 

06.07. Siena-Ciciliano

Gestern haben unsere vorerst letzte Etappe absolviert. 

Wir sind durch die südliche Toscana und das nördliche Lazio über schöne Landstraßen von Siena nach Ciciliano, unserem Zuhause Süd , gefahren. Insgesamt sind inzwischen, wenn der Tacho alle Kilometer mitgezählt hat, etwas über 1800 km zusammen gekommen. 

Unterwegs haben wir uns in Bagno Vignoni mit Michael aus Nürnberg getroffen und danach noch am Lago di Bolsena ein leckeres Eis gegessen. 

Abends hatte niemand mehr Lust einlaufen zu fahren, sodass wir die den schlimmsten Hunger mit einem Trüffelrisotto stillen mussten. Die Trüffel findet Zoe, der Hund, im eigenen Garten. 

Morgen fahre ich wahrscheinlich mit Silvio in die Abruzzen, um Felgen für seinen Traktoranhänger zu holen. Die Gelegenheit werde ich dann nutzen, um die jährliche Pflichtrunde über den Campo Imperatore zu drehen.

Ansonsten steht in den nächsten Tagen erst mal nicht viel an. 

Am Volvo streikt die Hupe, was in Itallien natürlich gar nicht geht und der Fiat scheint ein Problem mit der Zündung zu haben. Zu basteln gibt es also auch genug. 

Freitag fahren wir dann übers Wochenende nach Neapel. 

08.07. Ciciliano

Von gestern gibt es nichts besonderes zu berichten. Wir haben den Tag zuhause verdaddelt, sind nach Tivoli zum Eis essen und einkaufen gefahren und haben abends leckere Schwertfischsteaks mit gefüllten Zuchini gegessen. 

Heute habe ich morgens zuerst mit Silvio die Hupe am Volvo wieder zum hupen gebracht. 

Dann sind wir zum Ersatzteilhändler gefahren um Öl für den Fiat zu kaufen. Das passende Motoröl gab es nicht, aber vor der Türe standen einen Käfer und ein 500er. Der Käfer ist zu verkaufen.

Die Felgen, die Silvio in den Abruzzen kaufen wollte, passen nicht, sodasss der Ausflug dorthin ausgefallen ist. Jetzt haben wir aber alle Maße die wir brauchen und können bei einem Gebrauchtteilehändler in Rieti nachfragen, ob er was passendes hat. In die Abruzzen fahren wir dann an einem anderen Tag. 

Nachdem wir wieder zuhause waren haben wir noch eine Probefahrt mit dem Fiat gemacht. Er läuft eigentlich sehr gut, hat nur zwischendurch massive Zündaussetzer. Ich vermute, es ist mal wieder der Kondensator. Morgen teste ich mal die Reservekondensatoren und hoffe, dass das Problem damit gelöst ist. 

Nach der Probefahrt sind Silvio und ich mit Zoe eine Runde durch den "Garten" gelaufen. Die Ausbeute sind 3 große und 2 kleine Trüffel. Also müssen wir morgen wohl oder übel schon wieder Trüffel essen..... 

Ruth war heute in Rom. Vermutlich bringt sie von dort auch noch ein paar Fotos mit, die ich dann wahrscheinlich morgen hochladen werde. 

09.07. Ciciliano

Heute habe ich den Kondensator am Verteiler des 500er getauscht und dann eine Probefahrt gemacht.

Der Fiat läuft wieder wie er soll, das Eis hat geschmeckt und der Kater ist auch zufrieden. 

Morgen fahren wir nach Neapel. 

10.07. Napoli ( M-City )

Heute sind wir zunächst nach Ercolano gefahren, um ins die Ausgrabungen anzusehen, wo Ruth als 17jährige ausgegraben hat. 

Die Fahrt war ziemlich gruselig. Wir sind über die Autobahn gefahren. Ich habe ja schon unzählige Kilometer auf italienischen Straßen abgespult, bisher allerdings fast nur auf Landstraßen. 

Autobahnen werde ich zukünftig wo immer es geht meiden. Zu viele LKW die überholen, dazwischen PKW, die langsamer unterwegs sind als die LKW , blinken und ausscheren ist in der Regel eins, egal ob jemand auf der Nebenspur fährt.... Zum Glück funktioniert die Hupe vom Volvo wieder. Da war die Fahrt von Ercolano durch den Stadtverkehr von Napoli eine richtige Erholung. 

Die Ausgrabungen in Ercolano sind super interessant, bei 34° Außentemperatur und wenig Schatten aber auch nicht gerade eine Erholung.

Heute Abend sind wir dann ein bisschen durch den historischen Kern von Napoli gelaufen, wo wir auch wohnen. Auf den Fotos könnt ihr erkennen, was M-City bedeutet..... 

Morgen steht ein ganzer Tag in der Stadt an. 

11.07. Napoli

Das könnte mal wieder ein längerer Bericht werden. Und bei den Fotos muss ich auch mal überlegen, welche der ca 200 von Ruth und mir ich hochlade. 

Aber von Anfang an.

Die letzte Nacht war nicht lustig. Ich bin es gewohnt, mit offenem Fenster zu schlafen. Das geht in der Via dei Tribunali mitten im historischen Zentrum von Napoli auch dann nicht, wenn man das Schlafzimmerfenster zum Innenhof hat. 

Also haben wir irgendwann das Fenster zu und die Klimaanlage angemacht. War auch nicht lustig, weil die Klimaanlage einen Riesenlärm gemacht hat. 

Heute morgen hatte  ich den Reflex, das Auto zu packen und nach Hause zu fahren, also nach Ciciliano. Zum Glück bin ich nicht alleine hier und so "musste ich noch einen Tag in Napoli aushalten"

Das hat sich absolut gelohnt. 

Ruth und Elena sind nach dem  Frühstück ins archäologische Museum gegangen, während Silvio und ich uns das Castello zum Ziel auserkoren haben. 

Zum Glück sind wir nicht der Versuchung erlegen, zu Fuß raufzugehen. Die 500 Meter Treppen bergauf in der Sonne und bei über 30° wären nicht lustig gewesen. Da war die Standseilbahn die bessere Alternative. 

Der Parco Floridiana war ein absolutes Highlight und auch das Castello St. Elmo hat sich gelohnt, Die Anlage ist absolut interessant und der Ausblick von dort spektakulär. 

Wir sind dann zu Fuß wieder runtergelaufen , über die bereits erwähnten 500 m Treppen. Runter gehts, rauf definitiv nicht ! 

Dann haben wir uns in einem Forno extrem leckere Pannini gekauft und noch mal den Maradona Kult erkundet. OK, ein großer Teil wird dem Geschäft geschuldet sein,  was man damit immer noch machen kann. Erstaunlich ist es aber schon. 

Für mich als absoluten Fuppeslaien ist es besonders erstaunlich. 

Insgesamt sind heute ca 21 km Strecke zusammen gekommen. Mir tun die Füße ein bisschen weh .

Wir haben lecker gegessen, die Mitreisenden sind schon schlafen gegangen und ich fördere meine Schlafmöglichkeiten mit dem Schreiben des Blog und dem ein oder anderen Gläschen Inzolia. 

Morgen werden wir gegen 10:00 ein Taxi bestellen um das Gepäck zum Auto zu bringen und dann gemütlich an der Küste entlang Richtung Norden fahren. Dazu werde ich die GoPro wieder installieren und in den nächsten Tagen gibt es dann Fotos von der Rückfahrt nach Ciciliano. 

Napoli würde ich nicht als "einmal sehen und dann sterben" bezeichnen ( außerdem war ich schon das zweite mal hier und lebe immer noch ) , aber es ist schon eine Reise wert. Mir ist Palermo sympatischer , aber das ist  halt Geschmackssache . 

Wie schon beschrieben muss ich jetzt eine Auswahl treffen, welche Bilder ich hier hochlade. 

12.07. Napoli-Ciciliano

Heute sind wir dann von Napoli wieder zurück nach Ciciliano gefahren, die ersten Kilometer davon an der Küste entlang. 

Ich hatte auch schon mal bessere Ideen. 

Bekanntlich verbringen ca 153% aller Italiener das Wochenende am Meer. Wir waren also nicht die einzigen auf der Strecke. 

Dafür hat die Strecke durch das südliche Lazio dann wieder für alles entschädigt. Das ist einfach eine traumhaft schöne Gegend.

In Fumone haben wir eine kleine Pause gemacht. Dort waren wir noch nie, aber es war sicherlich auch nicht das letzte Mal, das wir da waren. 

Jetzt ist erst mal Nichtstun in Ciciliano angesagt. 

Eventuell stehen noch ein Ausflug nach Rieti und sicherlich einer nach Santo Steffano di Sessanio an. 

13.07. Ciciliano

Heute haben wir den täglichen Ausflug nach Tivoli zum Eis essen und einkaufen absolviert. 

Nach einem kurzen Stop auf der Rückfahrt sprang der Fiat nur noch angeschoben wieder an. Auf den letzten Metern hat er massiv Leistung verloren und gequalmt. 

Morgen also erst mal einen großen Service machen und vor allem die Ventile einstellen. Langweilig wird es nicht.

Heute Abend besuchen wir Elenas Mutter, die heute Geburtstag hat. 

Bilder gibt es heute nur 3, 2 mal Kater im Spülbecken  und einmal Fiat 500 Größenvergleich. 

14.07.Ciciliano

Zunächst ein kleiner Nachtrag zu gestern.

Die Pizzeria , wo wir für das Geburttagsessen Pizza holen wollten , hat Montags zu. 

Also bin ich kurz entschlossen nach Zagarolo zum Pferdemetzger gefahren, um Tor di Matti zu holen, eine Art Involtini aus Pferdefleisch. Extrem lecker !!! Das Ergebnis seht ihr auf dem ersten Foto. Der Metzger hat montags zu. 

Also habe ich den Plan noch mal umgeworfen und Doraden geholt. War auch lecker, die Tor di Matti gibt es an einem anderen Tag. 

Heute morgen habe ich dann den Fiat kontrolliert und keinen Fehler gefunden. Er sprang dann auch an, als sei nichts gewesen. Auch eine ca 10 Kilometer lange Probefahrt war völlig unauffällig. 

Morgen fahren wir wieder zum Eis essen nach Tivoli, mal sehen, ob das Problem dann wieder auftritt. 

Also, nichts Neues aus dem Süden und entsprechend nur Bilder vom Abendessen und dem Kater, der meine Arbeiten am Auto von seinem Beobachtungsposten aus überwacht hat. 

15.07. Ciciliano

Den gestern angekündigten Ausflug zum Eis essen haben wir dann vorsichtshalber doch mit dem Volvo gemacht, da Ruth mit Elena zum schwimmen verabredet war und ich nicht riskieren wollte, dass sie ihre Verabredung nicht einhalten kann, weil der Fiat Zicken macht. 

Die Probefahrt habe ich dann später mit Silvio gemacht. 

Wir sind zu einem Wasserfall gefahren, wo zwar derzeit mangels Regen kein Wasser runterfällt, aber schön wars trotzdem.

Die Strecke dorthin war etwas rumpelig, aber in Italien fährt man halt meistens bis vor die Türe. Zum Glück ist der Fiat sehr geländegängig. 

Einen Kollegen aus der Agrarabteilung von Fiat haben wir auch noch getroffen. 

Nach dem 4. Stop ist er dann wieder nur angeschoben angesprungen. Danach ist er allerdings gelaufen , als wäre nichts gewesen. Das Problem des Leistungsverlustes von vorgestern ist nicht wieder aufgetreten. Freitag werde ich mich noch mal mit ihm beschäftigen. 

Morgen machen wir einen Tagesausflug in die Abruzzen. 

16.07. Abruzzen

Vor vielen Jahren sind wir mit dem Käfer über den Campo Imperatore gefahren. 

Damals war mir sofort klar, dass ich da immer wieder hin muss. Diesen Vorsatz habe ich auch brav jedes jahr umgesetzt. 

Heute war es wieder soweit.

Zuerst sind wir nach Santo Steffano di Sessaniio gefahren, um Wolle, Linsen und Maispolentamehl zu kaufen. Dann haben wir einen Abstecher nach Rocca Calascio gemacht. 

Die Straße zur Ruine ist gesperrt und zu Fuß raufzulaufen war uns zu weit und zu warm. 

Also stellte sich die Frage, deutsch oder italienisch. ( Verbotsschild beachten oder ignorieren ) Obwohl wir ja schon halbe Italiener sind, haben wir uns dann doch für die spießig deutsche Variante entschieden. 

In Castel del Monte haben wir einen Kaffee getrunken, auf dem Campo am Grillplatz Lamm für heute Abend gekauft und sind dann noch Richtung Bergstation gefahren. An der Talstation vom Sessellift ist die Straße neuerdings mautpflichtig. Die 10 € war es uns nicht wert, ein paar Kilometer weiter zu fahren. 

Insgesamt war es ein wunderbarer Ausflug. 

Wir haben fast 200 Fotos gemacht und ich werde gleich mal versuchen, eine halbwegs vernünftige Auswahl zu treffen. 

18.07. Tivoli

Es gibt noch eine "Tradition". Bianca und ich verabreden uns jedes Jahr zu einem Ausflug zum fotografieren. 

Gestern waren wir im historischen Teil von Tivoli und in der Villa D` Este. Wenn 2 Fotobegeisterte mit Kameras und Objektiven bewaffnet einen Fotospaziergang machen könnt Ihr euch sicher denken, was dabei rauskommt: unzählige Bilder !! Die Auswahl   wird schwer werden. 

Die Ausflüge mit Bianca sind aber nicht nur schön, weil wir ein gemeinsames Hobby haben, wir finden auch immer wieder spannende Themen über die wir uns stundenlang austauschen können. 

Abends waren dann noch Freunde von Bianca zum Abendessen da und Francesca und ihr Freund sind aus Florenz zu Besuch gekommen. 

Es war ein sehr schöner Abschluss eines sehr schönen Tages ! 

19.07. Rafting in Subiaco

Vorgestern Abend haben wir überlegt, was wir heute machen könnten, da die Kinder mit ihren Freunden da sind und wir zusammen etwas unternehmen wollten. 

Ich habe vorgeschlagen, nach Subiaco zum Rafting zu fahren und der Vorschlag ist mehr oder weniger begeistert angenommen worden. 

Die Kamera habe ich vorsichtshalber und auch glücklicherweise nicht mit ins Boot genommen, aber die GOPRO hatte ich dabei. Die Fotos sind nicht so toll geworden, da ich hinten im Boot gesessen habe. Darüber hinaus ist es nicht so einfach, die am Helm befestigte Kamera mit dem Handy zu  steuern und dabei zu versuchen, das Handy nicht zu fluten. 

Die Videos sind schon eindrucksvoller, die kann ich aber leider hier nicht hochladen. Morgen bekomme ich aber noch Fotos zugeschickt, die eine Mitarbeiterin des Veranstalters vom Ufer aus gemacht hat. Die werde ich dann noch nachliefern. 

Auch wenn niemand über Bord gegangen ist hat der Bootsführer dafür gesorgt, dass wir alle klatschnass geworden sind. Trotz der anhaltend hohen Außentemperaturen war das Wasser arschkalt ! 

Es hat Spaß gemacht !!! 

Gleich gibt es riesengroße Rindersteaks, die ich gestern mit Bianca in einer sehr speziellen Metzgerei in S. Gregorio geholt habe. Der Metzger macht aus jeder Bedienung eines Kunden ein Theaterstück. So dauert der Einkauf zwar etwas länger, man bekommt zum Fleisch dann auch noch Kultur geboten. 

21.07. Ciciliano

Eigentlich nix los. Also Ciciliano normal. 

Der Fiat hat in den letzten Tagen mal wieder Zicken gemacht. Unter anderem hat er manchmal stark an Leistung verloren, ist ausgegangen und hat sich nur anschieben lassen. Das kann evt an fehlender Kompression liegen. Also habe ich versucht, an einen Kompressionstester ranzukommen.

Im Werkzeugladen hat man mich zum Ersatzteilhändler schräg gegenüber geschickt. Dieser hat mir dann den guten Rat gegeben, es doch mal im Werkzeugladen auf der anderen Straßenseite zu versuchen. 

Silvio hat dann vergeblich versucht, den Sohn eines Freundes anzurufen, der eine Autowerkstatt betreibt. 

Dort sind wir dann heute morgen vorbeigefahren, als wir Ruth zum Bus nach Rom gebracht haben. Er war aber nicht da. Also noch ein Versuch, anzurufen. Der hat dann immerhin die Erkenntnis gebracht, dass die Anrufe nicht durchgehen, weil die Karte im Handy kein Guthaben mehr aufweist. Nachdem die Karte aufgeladen war, haben wir ihn erreicht und er hat bestätigt, das er sowohl für Benzin- als auch für Dieselmotoren einen Tester hätte, allerdings sei einer von beiden kaputt und er wisse nicht welcher. Sobald er in der Werkstatt sei würde er nachsehen und sich dann melden.  Wir könnten ihn gerne ausleihen, wenn er funktioniert. 

Silvio  hat ihn dann einige Zeit später noch mal angerufen und bestätigt bekommen, dass der Tester für Benzinmotoren funktionieren würde. Also sind wir wieder hingefahren und haben ihn abgeholt.

Das Testergebnis ist verhalten positiv. Die Werte sind zwar nicht überragend aber so, dass er eigentlich anspringen müsste. Ich habe bei der Gelegenheit aber festgestellt, dass ich wohl schon länger die Zündkerzen nicht mehr gewechselt habe. 

Also neue Kerzen besorgt, eingebaut und eine Probefahrt gemacht. Auf den letzten Metern fing er wieder an zu ruckeln, was aber diesmal an einem losgerappelten Kondensator lag. 

Heute habe ich keine Lust mehr auf eine weitere Probefahrt. Mal sehen, ob ich morgen dazu komme. Morgen steht eine längere Tour an, die wir dann wohl vorsichtshalber mit dem Volvo machen werden. 

Spätestens Donnerstag werde ich dann einen abschließenden Test mit dem Fiat machen. Wenn das Problem dann doch noch weiter besteht, muss eine Lösung halt bis Dezember warten. 

Ein paar Fotos von alten Autos hat es dann heute aber doch noch gegeben. 

22.07. Ciciliano

Ich hatte ja schon von der einen oder anderen Tradition in Ciciliano und Umgebung berichtet. 

Es gibt noch eine. 

In Zagarolo gibt einen Pferdemetzger, der die unschlagbaar leckeren Tor Di Matti verkauft. Ich hatte die schon mal erwähnt. 

Als ich vorletzten Montag spontan hingefahren bin, hing ein Schild am Tor "Montags geschlossen"

Heute habe ich im Netz die Öffnungszeiten noch mal kontrolliert und nirgendwo einen Hinweis gefunden, dass sie nicht auf haben. 

Am Tor haben wir dann ein Schild gefunden, dass sie vom 13.-27. einschließlich in Ferien sind. Das hätten sie auch schon am 13. aufhängen können! Also dieses Jahr keine Tor di Matti....

Na ja, die frischen Spigole die es stattdessen geben wird, sind ein guter Ersatz. 

Dann waren wir noch Öl bei La Rosciola  und Wein bei Il Merlo in S Vito Romana  kaufen.

Morgen wird das Auto gepackt und vielleicht schaffe ich noch eine Probefahrt mit dem Fiat nach Guadagnolo. 

Freitag geht es dan zurück Richtung Norden, zuerst nach Bevagna in der Nähe von Assisi. 

Ein paar Fotos habe ich heute dann aber doch noch gemacht. Dabei ist mir aufgefallen, dass es bisher hier viel zu wenige Katzenbilder gibt. Also musste Nocciolino noch mal als Modell herhalten. 

23.07. Ciciliano

Zunächst noch ein kleiner Nachtrag zu gestern: die Spigole haben auch Modell gestanden. 

Dann gibt es noch 2 weitere "Traditionen" . Zum einen fahre ich mindestens einmal im Jahr zum Santuario Mentorella und nach Guadagnolo. Nicht, weil mich ein Kloster irgendwie inspiriert, sondern weil die Gegend da oben einfach traumhaft schön ist und man einen wunderbaren Ausblick auf Ciciliano hat. 

Ein paar Fotos vom und vom kleinsten Auto im Fuhrpark habe ich dann auch noch gemacht. 

Zum anderen wird am letzten Tag in Cicilano der Fiat gewaschen und dann wieder schlafen gelegt, zumindest bis Silvio oder Bianca ihn wieder wecken. 

Er läuft auch wieder einwandfrei, die Zicken lagen wohl wirklch nur an den abgebrannten Zündkerzen. 

Gleich wird der Volvo gepackt und morgen beginnt die Rückreise. 

24.07. Bevagna

Heute  Morgen sind wir mit Patrizio und Giancarlo , 2 der 4 Jungs, die Ruth vor 40 Jahren in Assisi kennengelernt hat, von Ciciliano aus nach Bevagna in Umbrien gefahren. Hier und mit einem Ausflug morgen nach Assisi wollten wir 40 Jahre Freiundschaft feiern. 

Elena und Silvio wollten heute Abend mit einen 2. Auto nachkommen. Das klappt leider nicht, weil Elenas Mutter morgen operiert wird. Wir hoffen, dass sie morgen Abend nachkommen können. 

Die Strecke durch Lazio und Umbrien war wunderschön. Bevagna ist eine ebenso wunderschöne kleine Stadt. Wir haben 2 tolle Ferienwohnungen außerhalb der Stadtmauern. Ruth und die Jungs sind noch mal eben schwimmen gegangen. Gleich gehen wir zurück in die Stadt zum Abendessen. 

25.07. Bevagna-Montefalco-Assisi

Zunächst ein kleiner Nachtrag zu gestern. Das Abendessen im Il Grottino war klasse. Ich stehe nicht so sehr auf Ravioli, aber die Ravioli mit Orangen-Ricottafüllung und Pistazien war einfach so genial, dass ich sie heute Abend noch mal essen werde. 

Heute Morgen sind wir zunächst nach Montefalco gefahren, wo Ruth ind ich schon 2 mal übernachtet haben. Es wird immer touristischer, ist aber auch immer noch ein sehenswerter kleiner Ort, vor allem für Ruth, die hier im Laden des örtlichen Textilproduzenten Tessitura Pardi immer gerne einkauft. 

Dann sind wir nach Assisi gefahren, dem eigentlichen Ziel des 40jährigen Jubiläums . Wir haben dort auch tatsächlich die Pension wiedergefunden, in der Ruth und die Jungs sich damals kennengelernt haben. Sie wird inzwischen von der Tochter der damaligen Eigentümerin geführt, die sich sehr über den Besuch und die Geschichte gefreut hat. 

Später, nachdem Silvio und Elena nachgekommen waren, sind wir nochmal hingegangen und haben dann auch die alte Dame getroffen, die damals Eigentümerin war. 

Assisi ist schön, aber für mich einfach zu touristisch überlaufen und die Anzahl der Kirchen ist auch nichts für mich. 

Wie eingans schon angekündigt waren wir wieder im Il Grottino essen und 5 von 6 Mitessenden haben die Ravioli bestellt. 

26.07. Bevagna-Modena

Heute morgen sind wir dann gegen 10:30 aufgebrochen und nach Modena gefahren. Außer fast 7 Stunden Fahrt durch Umbrien und die südliche Emilia Romagna haben wir nicht viel weiteres gemacht. Die Strecke ist schön. Allerdings hatten wir 2mal ein bisschen Weltuntergang. 

Es hat aus Eimern geschüttet. Vor allem in den Städten führt das regelmäßig zu einer völlig überlasteten Kanalisation und entsprechenden Überschwemmungen. 

Dabei hat sich rausgestellt, dass der Elch wasserscheu ist. 

Schon Karneval hatte ich festgestellt, dass zügige Durchquerungen größerer Wassermengen nicht so seins sind. Ich hatte mit Bastian ein paar schöne Aufnahmen an den Dünen gemacht und den Volvo durch größere Pfützen gescheucht. Das hat die Zündung wohl nicht so gut vertragen. Er ist zwar nicht ausgegangen, drehte aber nicht mehr über 1500 U/Min und ließ sich kaum noch fortbewegen. Ich habe dann die Verteilerkappe getauscht und eine zusätzlich Dichtung eingebaut. 

Für die Wassermassen auf den Straßen in Perugia hat das offensichtlich nicht gereicht. Irgendwann wollte er nicht mehr. 

Wir haben dann erst mal abgewartet, bis die Zündung wieder funktionierte und haben dann versucht, eine Alternativstrecke zu finden. Ohne Autobahn hätten wir aber definitiv über eine völlig überflutete Kreuzung gemusst. Das wäre nicht gut gegangen. 

Wir haben dann den Plan geändert und sind nicht wie ursprünglich vorgesehen auf Landstraßen südllich um den Lago Trasimeno rumgefahren, sondern über die Autobahn nördlich um den See herum. 

Ca 50 Kilometer vor Modena kam dann das nächste Unwetter. Der Regen war zwar nicht so stark und die Straßen nicht so überflutet, dafür hat es dann aber gehagelt. 

Letztlich ist nichts kaputt gegangen, wir sind gut in Modena angekommen haben ein einfaches, aber gut und ruhig  gelegenes Hotel. 

Von hier aus sind wir die ca 2 km in die Stadt gelaufen und haben lecker gegessen. 

Für morgen habe ich eine Karte für das nur 900 m entfernte Stanguellini Museum gebucht. Eine Bestätigung habe ich zwar noch nicht, aber ich gehe mal davon aus, dass das klappt. 

Ruth sieht sich in der Zeit den Dom an und dann fahren wir nach Biella. Das sind weitere ca 300 km , die wir nach dem Museums- und Dombesuch sicherlich nicht auf der Landstraße absolvieren können, wenn wir noch halbwegs früh ankommen wollen. 

Ich habe irgendwo gelesen, dass es um Mailand herum Autobahnabschnitte von privaten Betreibern gibt, für deren Nutzung man sich eine App runterladen und darüber bezahlen muss. Gleich muss ich erst mal versuchen rauszufinden, ob uns das betrifft. 

27.07. Modena-Biella

Wie bereits angekündigt, stand heute für mich Autoprogramm auf der ToDo Liste. 

Nachdem ich heute morgen noch keine Bestätigung vom Stanguellini Museum hatte, habe ich da angerufen. Die Online Anmeldung schien nicht geklappt zu haben, aber der freundliche Herr am Telefon meinte, ich könne vorbei kommen. 

Ich war eine halbe Stunde zu früh doet und musste etwas warten, was aber alles andere als schlimm war, weil ich mir dann schon mal das Angebot im Museums Shop, der eigentlich nur aus einer Vitrine besteht, ansehen und entscheiden konnte, was ich später mitnehmen würde.

Zur angemeldeten Zeit kam eine freundliche Mexikanerin und fragte, ob ich einen Besuch mit oder ohne Führung wünschen würde. Ich habe mich dann für die Variante mit Führung entschieden, was die absolut richtige Entscheidung war. Ich habe viiele mir bisher unbekannte Infos zu Stanguellini bekommen.

Angefangen hat die Familie mit der Produktion von Musikinstrumenten, vor allem Trommeln, dann kamen Fahrräder dazu. 

Irgendwann in der 2. Generation hat dann jemand angefangen, vor allem Fiat Motoren zu tunen. Daraus ist dann die Produktion eigener Renn- und Straßenfahrzeuge entstanden. 

Besonders ist der 1961er Formel 3 Rennwagen. Der Formel 1 Ferrari 156 sieht ihm abgesehen von der Führung des Auspuffs verblüffend ähnlich. 

Meine Gastgeberin meinte, es wäre nicht klar, welches Modell zuerst auf dem Markt war. Wir haben uns dann für den Stanguellini entschieden. 

Für mich war auch besonders interessant, dass ein britischer Rennfahrer den Coventry Climax Motor aus seinem Lotus hat ausbauen und gegen einen Stanguellini Motor ersetzen lassen. 

Stanguellini hat auch Motorenprüfstände gebaut und an Ferrari, Maserati und die anderen "großen" Marken verkauft oder deren Motoren getestet . 

Neben den Stanguellini Autos gibt es noch weitere interessante Autos aus der Familiensammlung zu sehen. Da ist allerdings nichts bei, was man nicht auch in anderen Sammlungen sieht. 

Wir waren vor vielen Jahren schon mal dort, als es nur die Sammlung der Stanguellinis und der Motorenprüfstände und noch kein offizielles Museum gab. 

Damals hat ein pensionierter ehemaliger MItarbeiter, Giorgio,  uns durch die Sammlung  geführt. Er macht das auch heute noch, allerdings nur nachmittags und sicherllich nur in italienisch. Ich schätze, dass er heute bestimmt  in den 80ern ist.

Nach meinem Besuch habe ich mich mit Ruth kurzgeschlossen und es war noch Zeit, ezwas zu unternehmen. 

Also bin ich auch noch mal zum Enzo Ferrari Museum gefahren. 

Da war ich schon ein paar mal und der Eindruck der letzten Besuche hat sich bestätigt. 

Kann man machen, wenn man die Wahl zwischen Stanguellini und Ferrari hat, sollte man sich aber unbedingt für Stanguellini entscheiden. 

Das Ferrari Museum ist mehr als doppelt so teuer und bietet viel BlingBling. In der "Galeria" stehen immer fast die selben Autos, zur Hälfte aus meiner Sicht schöne alte, zur anderen Hälfte modernes Gelumpe. Klar ist das Geschmackssache, aber ich schreibe hier ja keinen journalistisch neutralen Bericht. Außerdem fehlen meines Erachtens wesentliche Autos, die die Geschichte der Marke geprägt haben. Ausgestellt sind eher die , die auf heutigen Auktionen irrwitzige Preise erzielen, wie zb der 250 GTO .

Interessant ist eher die alte Fabrikationshalle, in der vor allem Motoren ausgestellt sind. 

Da gibt es einen absoluten Hingucker, den ersten Ferrari V12 von 1947. 1500 ccm verteilt auf 12 Zylinder und 118 PS !!! Das Ding sit so schön, dass sich der Besuch schon alleine deshalb lohnt. Ich war heute eigentlich auch nur da, um mir den Motor noch mal anzusehen. 

Wenn man sich allerdings die Leistungsdaten  ansieht, konnte Stanguellini das mit einfacheren Mitteln besser, nur nicht so schön. 

So, genug Autogeschwafel. 

Ruth hat in der Zwischenzeit nicht nur den Dom von Modena besichtigt, sondern auch noch einen Laden entdeckt, der sehr schöne T-Shirts mit Automotiven herstellt und verkauft. 2 davon füllen jetzt den langsam aber sicher zur Neige gehenden Platz im Volvo auf. 

Modena lohnt auf jeden Fall einen Besuch. Es ist eine sehr schöne, lebendige und abwechslungsreiche Stadt, in der es nicht nur für Autofreaks viel zu sehen gibt. 

Wir sind dann gegen Mittag nach Biella aufgebrochen. Da wir für die ca 300 km nicht mehr so viel Zeit hatten, sind wir bis nördlich von Milano über die Autbahn gefahren, was bis auf 2 kleinere Staus problemlos war. 

Bei Novara sind wir dann auf die Landstraße abgebogen und ewig durch Reisfelder gefahren. Das war ganz nett, muss man aber nicht unbedingt machen. 

Biella ist nach den bisherigen Eindrücken ein bischen, nun ja, sagen wir mal ( Sylke und Torsten bitte jetzt weggucken ) Kassel. Nur ohne Löwenburg und Wasserfall. 

Schaun wir mal, was die Tour über die Strada della Lana morgen gibt. Ruth war eben bei der Vorbereitung schon etwas frustriert, weil die meisten Anlaufpunkte wohl nur am Wochenende zu besichtigen sind. 

Ich versuche jatzt mal wieder, ein paar Bilder auszuwählen, die die Eindrücke des heutigen Tages zusammenfassen. 

28.07. Strada della Lana 

Zunächst eine kleine Erläuterung zur Strada della Lana. 

Von Biella nach Borgosesia gibt es eine ca 40 km lange Straße, an der es unzählige Fabriken der wollverarbeitenden Industrie gibt oder gab. 

Der Tag begann etwas frustrierend, weil es sehr wenige Informationen dazu gibt. Unsere Versuche, eine Tourist Info zu finden waren leider auch vergeblich. 

Also haben wir uns entschieden, die Strecke einfach abzufahren und zu sehen, was wir finden. 

Gefunden haben wir immer wieder noch arbeitende Textilfabriken und eben solche, die schon lange brach liegen. 

Letztere fand ich spannender. 

Es gibt auch immer wieder Outlets, aber leider nur für fertige Mode und nicht für Stoffe, worauf Ruth gehofft hatte. 

Irgendwann sind wir an einer Fabrikruine vorbeigekommen, an der zumindest mal ein paar Schilder standen. Ruth hatte dazu gelesen, dass sie nur Sonntags geöffnet ist. Also sind wir zunächst weiter gefahren. Auf dem Rückweg wollten wir noch einen Schlenker zu einem Aussichtspunkt in den Bergen machen, haben dann aber glücklicherweise noch einen Umweg in Kauf genommen und sind noch mal zu der Ruine gefahren. 

Dort war eine Türe auf und wir sind einfach reinspaziert. 

Nach einiger Zeit kamen 3 ältere Herren vorbei und haben uns freundlich begrüßt und gefragt, was wir denn dort machen. 

Das mündete dann in eine lange und sehr ausführliche und ebenso interessante Führung durch die Anlage. 

Sie wird von einem Verein nach und nach restauriert und als Ausstellungsort genutzt. 

Als wir erzählt haben, dass wir aus Aachen sind und mein Vater bei Krantz gearbeitet hat, haben sie uns einen originalen Katalog aus der Anfangszeit des 20. Jahrhunderts von der Firma Krantz gezeigt, den sie dort im Archiv haben. 

Die Fabrik wurde in den Anfängen ausschließlich mit Wasserkraft betrieben, die aus dem Gebäude unterhalb des Hauptgebäudes über ein Drahtseil an ein Rad an der Außenwand übertragen und von dort mittels Lederriemen auf mehrere längs durch das Gebäude laufende Wellen übertragen wurde. Faszinierend !!! 

Die Wellen im Inneren funktionieren alle noch oder wieder, werden aber heute nur zu Demonstrationszwecken elektrisch angetrieben. 

Diese Besichtigung und die Begegnung mit den sehr engagierten und interessierten Menschen hat den Tag gerettet. 

Den Ausflug zum Aussichtspunkt haben wir dann auch noch gemacht. Viel zu sehen gab es auch wegen des dunstigen Wetters nicht, aber die Strecke war sehr schön, sodass es sich auf jeden Fall gelohnt hat. 

Morgen geht es weiter nach Eglisau in der Nähe von Zürich. Ob das was mit Fritz Egli zu tun hat, dessen Motorräder ja wohl wie die Sau gingen, weiß ich nicht. Ich vermute, eher nicht. 

Tom Tom hat jedenfalls schon mal angezeigt, dass es keine Möglichkeit gibt, ohne die Nutzung der Autobahn hinzukommen. Also muss ich gleich mal sehen, ob ich eine Vignette für die Schweiz online bekomme. Ich bin da guter Dinge. 

29.07. Biella- Eglisau

Gestern ist nicht viel passiert. 

Wir sind von Biella Richtung Autobahn gefahren und dann bis zum Gotthardtunnel über die Bahn . Vor dem Tunnel sind wie rausgefahren und haben uns die alte Passstraße gegönnt. Sie ist teils noch gepflastert. 

Oben waren wir natürich nicht alleine, sodass wir nur kurz ausgestiegen sind und ein paar Beweisfotos gemacht haben. 

Runter sind wir auch wieder soweit wie möglich über die alte Passstraße gefahren. 

Auch der Rest der Strecke war zum großen Teil sehr schön, am Lago Maggiore und am Vierwaldstätter See vorbei. Am Lago Maggiore haben wir den letzten italienischen Espresso getrunken. 

In der Schweiz sind wir dann wieder ein Stück Autobahn gefahren. Die ca 44.-€ für die Vignette sind völlig übertrieben, da man von der Landschaft wegen der vielen Tunnel fast nix sieht. Staus bai Zürich hatten wir auch noch. 

Den Abend haben wir bei Jens und seiner Frau Cora , Jens ist ein Freund von Ruth aus Schulzeiten, verbracht. 

Bei einem Spaziergang durchs Dorf haben wir das Geheimnis des herstellungsmaterials des E-Readers gelüftet. ( Mehr dazu in der Galerie ) 

30.07. Eglisau-Weil am Rhein

Heute sind wir dann nur über Landstraßen von Eglisau nach Weil am Rhein gefahren.

Unterwegs haben wir uns noch den Rheinfall von Schaffhausen angesehen. Dort waren wir beide schon mal als kleine Kinder und hatten ihn ganz anders in Erinnerung. Der Rheinfall ist jedenfalls spektakulär und wenn man in der Gegend ist, sollte man unbedingt vorbeifahren. 

Die weitere Strecke war nur teilweise schön. 

Das Ziel in Weil am Rhein war nicht die Stadt selbst, sondern das Vitra Werk und Museum. 

Wer Spass an Architektur und Design hat, muss hier unbedingt hin ! 

Im Vitra Haus gibt es auf 4 Etagen Möbel, darunter unzählige Klassiker, zu sehen. Die Architektur des Gebäudes ist spektakulär. 

Man kann den größten Teil des Geländes besichtigen. Bis auf 2 Museumsbereiche mit Sonderausstellungen und Führungen in den Produktionsanlagen ist alles kostenlos. Wir haben uns noch eine sensationelle Ausstellung anlässlich des 100. Geburtstages von Verner Panton angesehen. ( Rentnerpreis 13.-€/Person, jüngere müssen 3 € mehr bezahlen ) 

Heute Abend übernachten wir im Gasthof zur Krone, ein typischer Dorfgasthof. Der Biergarten ist rappelvoll und der Betreiber Grieche. Ich habe seit ca 20 Jahren noch mal Gyros gegessen. Kann gut sein, dass es bis zum nächsten noch mal so lange dauert...... 

Das Netz ist hier auch eher dörflich. Ob ich es schaffe, Bilder hochzuladen, muss ich mal sehen. Ggf hole ich das morgen Abend von zuhause aus nach. 

Morgen stehen die letzten ca 550 km an. Wahrscheinlich werden wir den ersten Teil in Frankreich zurück legen, da der Sprit dort ca 40 Cent/Liter günstiger ist. 

Eine Station machen wir noch bei Benzinger in Kirchheim an der Weinstrasse, um den ungenutzten Platz  des Volvo mit Wein zu füllen. 

31.07. Weil am Rhein-Aachen

Heute sind wir wieder zuhause angekommen, 

Nach dem Urlaub ist vor dem Urlaub. 

Viel passiert ist heute nicht. Wir sind gegen 09:30 in Weil am Rhein losgefahren und gegen 17:30 in Aachen angekommen. 

Den ersten Teil der Strecke haben wir wir in Frankreich zurückgelegt, weil da der Sprit deutlich günstiger ist als in Deutschland. Es war zwar etwas schwierig, überhaupt eine Tankstelle zu finden, aber 1,99.- sind ja schon fast unfassbar billig...

Wie schon angekündigt haben wir noch mal bei Benzinger in Kirchheim angehalten und die letzten Lücken im Volvo mit Wein aufgefüllt. Zum Glück mussten wir nicht über die Leverkusener Brücke, die Waage hätte uns rausgeschmissen. 

Ruth hat sich auf den letzten Kilometern eine schmerzhafte Halsentzündung zugezogen. Die ständig offenen Fenster verbunden mit hohen Temperaturen und Zug waren wohl etwas zu viel. 

Hoffen wir mal, dass sich das auch Dank des Einsatzes unserer Hausärztin schnell wieder bessert. 

Der Volvo ist sauber gelaufen. Bis auf den existenziellen Defekt an der Hupe, den ich mit etwas Kontaktspray zumindest vorläufig behoben habe,  hat er keine Zicken gemacht. Das die Motorkontrollleuchte immer mal wieder angegangen ist, habe ich erfolgreich ignoriert.

Seit heute leuchtet auch die Beleuchtungswarnung.

Darum kann ich mich dann ja in der nächsten Zeit in Ruhe kümmern.  

Insgesamt waren es 5116 km. Hinzu kommen noch ca 300 km im 500er. 

Erfreulicherweise waren unsere Nachbarn zuhause, als wir angekommen sind. So hatten wir tatkräftige Hilfe beim Ausladen, was angesichts Ruth´s Gesundheitszustand und meiner immer noch nicht ganz belastbaren Schulter sonst deutlich anstrengender geworden wäre. 

Fotos von heute gibt es kaum, aber dafür sind gleich die von gestern bei Vitra online. 

Damit endet erst mal der Bericht über unsere Reise nach Italien im Jahr 2026. Wahrscheinlich steht die nächste Tour schon Ende des Jahres an, dann allerdings mit dem Zug. 

Für das nächste Jahr planen wir einen Besuch beim weltgrößten Fiat 500 Treffen in Garlenda Anfang Juli . Von dort soll es mit der Fähre von Genua nach Palermo gehen, eine Runde über Szilien, dann wieder mit der Fähre nach Civitavecchia und von dort nach Ciciliano. Als Fahrzeug ist natürlich die Giardiniera eingeplant. 

Es wird also weiterhin immer mal wieder was zu lesen und zu gucken geben....

viele Grüße

Ralph

 

In der Fotogalerie wird es immer wieder neue Bilder zu unseren Reiseabschnitten geben.